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DAS MUSEUM

Zahlreich sind die ausgestellten Gegenstände, wie die Vielzahl jener Objekte, die uns schon in der Kindheit faszinierten und uns in die Vergangenheit der Erzählungen und gesunden Gewohnheiten unserer Großeltern zurückbrachten. Wie soll man es Heute erzählen, das damals ein Stück Brot das Ergebnis von reichlichen Handarbeit, Anstrengungen und Sorgen war: die Vorbereitung des Bodens, der Aussaat, die Ernte, das Dreschen, die Trocknung der Getreide, das Mahlen, um schließlich bei der Zubereitung in der Küche anzukommen. All’ die notwendigen Gegenstände und Werkzeuge für diese Arbeitsabläufe können in der ständigen Ausstellung der Acetaia Boni besichtigt werden.
Wie kann man einem Kind von heute verständlich machen, dass die Existenz eines Betttuchs nicht nur die geschickten Hände einer Frau, die am ganzen Winter an einem Webstuhl gearbeitet hat, und dass vorher das Leinen, der Hanf, die Baumwolle geerntet und bearbeitet wurden, voraussetzt? Uns das, dass für ein Paar Wollsocken zuerst Schafe aufgezogen, oder Wolle von einem Landsmann getauscht, die Wolle bearbeitet, zu Faden gedreht und aufgewickelt werden musste, um am Ende die Socken stricken zu können. Und der gleiche Aufwand für die Tisch- und Familienwäsche. Es ist auch kaum vorstellbar heute, dass die Mäusefallen die Familie vom Hungertod bewahrten. Jede Nahrung, jede Obst-, Gemüse und Getreideernte hatte ihre eigene Welt der Gegenstände, die jede für sich originell, praktisch, poesievoll verarbeitet.
Bei der Freude der Sammlung dieser Gegenstände stellt sich nochmals die Frage von vorher: Diese Rückkehr in die Vergangenheit, das Wiederbeleben der verloren gegangenen Gegenstände, wie kann man es erklären? Kann die Bedeutung eines Topfes aus Kupfer, der in den Jahrhunderten mehrmals reparier wurde, in dem das Essen für mehrere Familien der aufeinanderfolgen Generationen zubereitet wurde, in der heutigen Wegwerfgesellschaft beschrieben werden? Das Verständnis der Kostbarkeit und die Abhängigkeit einer Familie von solch einem Gegenstand gehört nicht zu unserer Zeit. Die tigelle (zwei aufeinandergelegte gebrannte Steinzeugscheiben, dazwischen wird ein Teig gebacken), die unsere Vorfahren benutzten um den Teig aus Wasser, Mehl und Salz zu backen, waren unabdingbar für unsere Ahnen in den Bergen und in der Tiefebene um ihren Hunger während der langen Arbeitstagen auf den Feldern. zu stillen. Auch sie hatten eine Ausstattung von unverzichtbaren Dingen, wie die raren Holzformen um die Tontigellen herzustellen und die Tigellenbehälter in denen die Tigellen nach der Benutzung aufbewahrt wurden.